Eine Welt zwischen Wahrscheinlichkeit und Möglichkeit.
Wie wahrscheinlich ist es, dass die Welt nicht das ist, was sie scheint?
Vermutlich null. So würden es die meisten sagen. Aber genau hier steckt der Teufel im Detail. Denn wer etwas vermutet, weiß es nicht. Also bleibt eine Möglichkeit. Die eigentliche Frage müsste deshalb lauten:
Ist es möglich, dass die Wahrscheinlichkeit eben nicht null ist?
Nun, es ist ebenso wahrscheinlich, wie möglich. Nicht sehr wahrscheinlich, aber eben auch nicht unmöglich. Ein Zustand zwischen Null und Eins. Oder beides zugleich.
Was paradox klingt, ist in Wahrheit ganz normal. Denn nichts existiert nur auf eine Weise. Jeder Blick ist eine Entscheidung. Jede Gewissheit eine Konstruktion. Und alles ist Perspektive.
Selbst ein Stein.
Er trotzt Wind und Regen, fällt und zerbricht nicht. Doch wer die Perspektive auf den Stein verlagert, erkennt vielleicht:
Der Stein fürchtet den Fall.
Friert bei Wind.
Und spürt, dass er nass wird, wenn es regnet.