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Zwischen Sehen und Erinnern.

Was bleibt, wenn Worte verschwinden.

Hier liegen keine Werke, sondern Zustände und Spuren. Kein Anfang, kein Ende, nur Bewegungen zwischen beidem. Was hier sichtbar wird, ist nicht das Werk, sondern der Wandel selbst.

Das Archiv...

...ist kein Ort, sondern ein Zustand. Keine Galerie, sondern ein Gedächtnis aus Farbe, Klang und Bewegung. Fragmente, die bleiben, auch wenn ich sie längst vergessen habe.

Ich glaube, dass Bilder manchmal ehrlicher sind als Worte. Weil sie nicht recht haben wollen, sondern einfach da sind. Weil sie sich nicht erklären, sondern wirken. Vielleicht erzählen sie etwas über mich. Vielleicht nur über den Moment, in dem sie entstanden sind. So wie Erinnerungen, die man nicht erklären kann, aber spürt.

Jedes Bild ist ein kleiner Zeitsprung in ein Gefühl, das längst vorüber ist, aber nicht verschwunden. Ein Rest von Nähe, ein Schatten von Bedeutung. Manchmal sehe ich in meinen eigenen Aufnahmen Dinge, die ich nie bewusst gewählt habe. Ein Lichtreflex, ein stiller Ton, ein fast übersehener Augenblick. Und plötzlich weiß ich wieder, warum ich das alles sammle.

Das Archiv ist kein Versuch, Kontrolle zu behalten. Es ist viel mehr der Beweis, dass nichts wirklich festzuhalten ist. Bilder verändern sich, sobald man sie ansieht. Musik klingt anders, wenn man sie nicht mehr verstehen will. Und Erinnerungen… die wandern ohnehin. Vielleicht liegt darin der Sinn: nicht zu ordnen, sondern zu bezeugen, dass alles in Bewegung bleibt.

Ich lade dich ein, durch diese Spuren zu gehen. Nicht als Betrachter, sondern als Zeuge derselben Vergänglichkeit, die uns alle verbindet. Vielleicht erkennst du dich in einem Licht, das längst erloschen ist. Oder in einem Klang, der nie für dich bestimmt war. Vielleicht findest du nichts und nimmst doch etwas mit. Etwas, das du nicht benennen kannst, aber fühlst. So wie man manchmal etwas versteht, ohne es verstehen zu wollen.