Wie ein smarter Parkplatz die E-Mobilität vereinfachen kann
E-Autos sind längst alltagstauglich, effizient und leise. Doch wer sie regelmäßig lädt, weiß: Das heutige System macht es einem nicht leicht. Ladesäulen sind oft belegt oder schwer zugänglich, das Kabel liegt im Dreck, die App will sich mal wieder nicht verbinden, und das alles nur, weil man einfach Strom braucht.
Die These:
Elektromobilität scheitert nicht an der Technik, sondern an der Bequemlichkeit. Was wäre, wenn Parken und Laden nicht mehr zwei getrennte Vorgänge wären? Wenn der Parkplatz selbst zur Ladeeinheit wird, wird das Elektrofahrzeug bequemer als ein Verbrenner.
Die Idee:
Der Parkplatz wird zur kontaktbasierten Ladevorrichtung. Direkt im Boden befindet sich eine robuste, wetterfeste Kontaktplattform. Im Zentrum: ein bewegliches Modul, eingelassen in eine Art Schacht. Sobald ein E-Auto über der Plattform steht, erkennt das System das Fahrzeug und stellt automatisch eine Verbindung her. Zwei Kontaktbolzen richten sich aus und fahren aus. Der Parkplatz koppelt sich mit der Unterseite des Autos und der Strom fließt.
- Kein Hantieren mit Kabeln. Kein genaues Rangieren. Kein Extraaufwand
- Verbrenner oder unberechtigte Fahrzeuge bleiben wirkungslos
- Die Abrechnung erfolgt automatisch, z. B. pro Minute oder Kilowattstunde (über Fahrzeug-ID, NFC oder App-Anbindung)
- Bestehende Fahrzeuge lassen sich durch zertifizierte Umrüstkits nachrüsten, etwa durch einen flachen Unterbodenadapter mit Kontaktschnittstelle.
Und mehr noch:
Diese Parkplätze können mehr, als nur laden. Auf Wunsch werden Fahrzeuge zu Pufferspeichern im Stromnetz:
- Sie laden, wenn Strom im Überschuss vorhanden ist
- Und geben Strom zurück, wenn Engpässe entstehen
Fahrer:innen entscheiden selbst, ob sie diese Funktion aktivieren möchten. Das schafft Flexibilität – für das Netz, für die Nutzer:innen, für eine nachhaltige Energiezukunft.
Der große Vorteil:
Solche Ladeparkplätze brauchen keine neuen Flächen. Sie blockieren keine Stellplätze, sondern nutzen bestehende. Auch Verbrenner können weiterhin, ohne Einschränkungen, parken. Damit ist die Lösung nicht exklusiv, sondern inklusiv. Eine Technologie, die mitwächst, statt zu verdrängen.
Und das Wichtigste:
Man braucht nichts weiter zu tun, als zu parken. Der Rest passiert von selbst.