Wenn selbst Gedanken keinen Widerhall mehr finden.
Es ist kein Schmerz.
Es ist das Fehlen von allem.
Keine Wut, kein Schrei, kein Aufbäumen. Nur ein inneres Erstarren.
Die Welt läuft weiter, als hätte sie nichts bemerkt.
Draußen lacht jemand. Irgendwo läuft Musik. Die Uhr tickt.
Und drinnen sitzt etwas, das früher einmal Hoffnung war.
Jetzt ist es nur noch Masse. Träge, schwer, lautlos.
Gedanken kreisen, aber nicht kreativ.
Sie kreisen wie schwarze Vögel, die sich über einem Feld versammelt haben, auf dem nichts mehr wächst.
Man schaut zu, wie der Tag vergeht und wünscht sich, er hätte nie begonnen.
Weil die Nacht wenigstens ehrlich ist.
Der Tag verlangt Leistung. Antworten. Präsenz.
Es gibt keinen Plan.
Es gibt keine Strategie.
Es gibt nur ein Gefühl, das sich nicht ausdrücken lässt, weil jedes Wort zu hell wäre.
Zu klar.
Zu lebendig.
Und manchmal, inmitten dieser Dunkelheit, entsteht ein Gedanke, der gefährlich ist, weil er so ruhig ist:
„Vielleicht ist das jetzt einfach so. Vielleicht hört das nie wieder auf.“
Worte & Klang
Kein Licht