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Zwischen Spiegel und Abgrund

Ein poetisches Bild von Angst, Sehnsucht und der Suche nach Echtheit. Zwischen Hoffnung und Abgrund, Arroganz und Zweifel stellt sich die Frage, was es wirklich heißt, Mensch zu sein.

Die Angst vorm Menschsein

Ein Hauch von Arroganz lässt ihn verzweifeln.
Der gute Mensch kennt keine Sorgen, spürt keinen Kummer.
Hat keine Ängste, erfährt keinen Schmerz.
An jenem Tag zur wichtigsten Stunde.
Was bleibt ihm übrig?

Kennt keine Freude, noch kann er lachen.
Was ist Humor und was ist Liebe?
Was lässt ihn zweifeln, er kennt keine Triebe.

Wut, Zorn und Leid hat's nie gegeben,
drum ein Moment lässt ihn erheben.
Über sich selbst und über uns alle.
Völlig naiv tappt er in die Falle.

Sein Geist lässt ihn blicken, nicht ahnend wohin,
der gute Mensch erkennt nicht den Sinn.
Er blickt in den Spiegel, doch sieht er sich nicht.
Er sieht einen Menschen ohne Gesicht.
Umgeben von Allem, so voller Gefühl.
Voll Glück und Freude, Verzweiflung und Angst.

Auf einmal erkennt er sich unter allen.
Er fängt an zu weinen, beginnt zu fallen.
Ein Hauch von Hoffnung, ein neues Gefühl.
Was macht ihn gut, und wann ist's zu viel?

Versteckt sich, verschwindet, er zieht sich zurück.
Er hat Angst vorm Menschsein, drum findet kein Glück.
Erst Wut und Zorn, dann Hass auf uns alle,
vor allem auf sich, jetzt sieht er die Falle.

Die Arroganz, er sah sie nicht.
Sie ließ ihn nicht Mensch sein, versprach ihm Licht.
An jenem Tag zur wichtigsten Stunde,
was bleibt ihm jetzt vor jener Runde?

Die urteilt und richtet, Tatsachen verkündet,
und insbesondere kein Urteil begründet.
Der gute Mensch, jetzt kennt er sich.
Er blickt in den Spiegel und sieht sein Gesicht.

Die Freude, die Liebe, jetzt ist es zu spät.
Er sitzt in der Falle, in jener er brät.